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Der Zeitpunkt zur Konversion

Der Zeitpunkt zur Konversion

es handelt sich hier um sehr persönliche Fragen.

- Die Dame ist über die väterliche Linie ihrer Mutter jüdischer Abstammung

- Seit sechs Jahren verheiratet

- Will sich scheiden lassen und konvertieren

Die Fragen:

- Wie wird man jemanden ansehen, der sich für einen Übertritt hat scheiden lassen?

- Wann sollte sie sich an den Rabbiner bezüglich des Übertritts wenden, wenn sie bereits in Trennung lebt, oder erst, wenn die Scheidung vollzogen ist?

Die Antwort kann naturgemäß ebenfalls nur persönlich sein:

- Das Wichtigste, was beim Wunsch überzutreten zählt, ist die Überzeugung des Rabbiners, dass der Wunsch aufrichtig ist.

- Die Tatsache, dass man seit der Kindheit im Elternhaus mit jüdischen Bräuchen vertraut wurde und häufig während des Gottesdienstes die Synagoge besuchte, ist ein Indiz für eine ehrliche Motivation.

- Dadurch wird der Verdacht ausgeräumt, dass der Wunsch zum Übertritt aus einer misslichen persönlichen Situation herrührt, wie z.B. einer gescheiterten Ehe und scheinbarer Ausweglosigkeit im weiteren Leben.

- Deshalb wird nach meiner Auffassung die Tatsache, dass man sich wegen eines Übertritts scheiden lässt, weder positiv noch negativ gewertet.

- Mit dem Wunsch zu konvertieren soll man sich an den Rabbiner wenden, sobald man das Gefühl hat, man ist reif für diesen Schritt. Ob man dann in Trennung lebt oder geschieden ist, dürfte für den Rabbiner kaum eine Rolle spielen.