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Bildnisverbot - auch Malverbot?

Bildnisverbot – auch Malverbot?

folgende Fragen wurden gestellt:

- Eine Kindergärtnerin fragte, ob die bildliche Darstellung der Erzväter verboten sei. Manche streng religiösen Eltern haben bemängelt, dass den Kindern bei der Behandlung der biblischen Geschichten Zeichnungen von biblischen Personen vorgelegt werden.
- Ferner wurde gefragt, ob die Zeichnung von Gesichtern allgemein verboten sei.

Vorbemerkung:

Das Bildnisverbot hängt mit der Bildnisverehrung (Anbetung von Bildern und Gottesdarstellungen) zusammen, die streng verboten wurde (2. Moses 20, 3-4 u.a. Stellen). Auch Symbole Gottes wurden strengstens verboten.

Auch das Verfertigen von Bildern wurde untersagt, was die Entwicklung der Bildenden Künste verhinderte.

Bereits im Talmud wurde aber diese Strenge durch verschiedene Bestimmungen abgemildert.

Antwort:

- Es ist grundsätzlich nicht verboten, Tiere und Menschen darzustellen. Auch gemalte oder gezeichnete Porträts von Menschen sind erlaubt.

- Die Darstellung von biblischen Personen ist nicht verboten, jedoch sollte den Kindern vermittelt werden, dass die Zeichnungen keine wahren Abbildungen der bestimmten Personen sind.

- Manche Rabbiner (wie der ehemalige Oberrabbiner Israels Abraham Jitzchak Hacohen Kuck) empfehlen, die Person nicht als Ganzes darzustellen, also z.B. die Beine wegzulassen.

- Manche strengen Rabbiner lassen sich überhaupt nicht zeichnen oder fotografieren.

- Untersagt ist die Bildung von Reliefs in Synagogen, weil dies zu sehr nach Götzendienst aussehen könnte.

- Christliche Motive sind naturgemäß in jeder Form verboten.